Horn Das moderne Horn besitzt 3 Ventile und wird in den Stimmungen F, B oder Es gebaut. F- und B-Horn sind in dem häufig anzutreffenden Doppelhorn vereint, bei dem durch die Betätigung eines Ventils zwischen den beiden Stimmungen gewechselt werden kann. Durch sein kreisrund gewundenes Rohr, ist das Horn nicht sofort als eines der längsten Blasinstrumente zu erkennen. Würde man z.B. das B-Horn "abwickeln", hätte es die stattliche Länge von 2,90 m - das F-Horn wäre sogar 3,60 m lang. Nur die B-Tuba ist hiermit mit 5,50 m länger als das Horn! Das weitgehend zylindrische, enge Rohr weitet sich an seinem Ende dann zu einem weitausladenden Schallbecher (0,30 m).  
Das Horn-Mundstück ist, verglichen mit den anderen Blechblasinstrumenten, ebenfalls eine Besonderheit. Die Hörner haben ein trichterförmiges Mundstück, während die Mundstücke aller anderen Blechblasinstrumente kesselförmig sind, d.h. das Innere des Trichtermundstücks läuft steiler zu als z.B. beim Trompetenmundstück.
Der Klang des Horns, das einen sehr großen Tonumfang hat, ist außerordentlich vielseitig; er reicht von weichem piano leise) bis zu scharfem fortissimo (sehr laut), mischt sich aber sowohl mit Holz- als auch mit den anderen Blechblasinstrumenten gut.
Das Hornspiel erfordert jedoch eine hohe Lippen- und Zungentechnik, da das Mundstück einen relativ geringen Durchmesser hat und die Töne sehr schwer zu treffen sind, weil sie sehr nahe beieinander liegen. Daher gilt das Horn neben der Oboe als eines der am schwierigsten zu spielenden Instrumente.
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